
Akustischer und Visueller Genuss nach THX-Standard - Man kann über dieses Event sagen und denken was man will:Die kombinierte Doppel-DVD/CD-Box bietet eines der am besten je auf DVD gemasterten Audio-Visuellen Erlebnisse, die es zu kaufen gibt.Nach THX-Standard einmaliges und perfektes Bild sowie perfekte Kanaltrennung sind - entsprechendes Equipment vorausgesetzt - ein besonderer und außergewöhnlicher Genuss, der beweist, was bei entsprechendem Aufwand aus einer DVD herauszuholen ist.So kann die Aufnahme akustisch und optisch es beispielsweise locker mit der Qualität einer BluRay aufnehmen.Keine DVD für alle Tage, ganz klar, aber eine klare Kaufempfehlung.
Enttäuschend! - Nachdem ich mich ca. 25 Jahre lang nicht mehr mit Elektronikmusik befasst hatte, ließ ich mich von den in der Mehrzahl sehr guten Kundenkritiken zum Kauf der DVD verleiten. Ein grober Fehler, denn ich hätte es eigentlich besser wissen müssen. JMJ ist als Komponist und Musiker nie über Mainstreamniveau hinausgekommen, er war nie inovativ und hat sich immer ausschließlich dem gefühligen Wohlklang und oberflächlicher Effekthascherei verschrieben. Sein wohl bekanntestes Werk, Oxygene aus dem Jahr 1976, war im Grunde nicht mehr als etwas aufgepepptes Popcorn (die Älteren unter uns erinnern sich gewiss noch an diese eingängige Melodie aus der Elektronik-Steinzeit). Kein Vergleich zu Künstlern wie Tangerine Dream oder auch (mit Abstrichen) eines Klaus Schulze. Daran hat sich leider nichts geändert. Besonders dürftig fällt aber das Konzert Jarre in China aus. Das aufgetischte Menü sieht wie folgt aus: Ca. 75% Musik vom Band, dazu eine Mischung aus simplen Melodieläufen, die der Künstler live beisteuert, ein wenig elektronischer Hokus-Pokus und ein paar traditionelle chinesische Instrumente, die mehr oder weniger unmotiviert und uninspiriert eingestreut werden. Das ganze übergieße man, dem Faible der Chinesen für Masseninszenierungen Rechnung tragend, mit einer süßen Streichersoße von einer Hundertschaft klassischer Orchstermusiker und eines nicht minder zahlreichen la-la-la-Opernchors. Das Ergebnis: Schlicht ungenießbar und überaus enttäuschend! Schade, denn irgendwie hatte ich mich auf die DVD gefreut, auf einen Augen- und Ohrenschmaus gehofft. Nun weiß ich noch nicht einmal, wem ich das Werk schenken kann - ich kenne niemanden, dem man damit eine Freude machen könnte, ohne sich als Schenker zu disqualifizieren.
Super DVD, aber ein paar Punkte der Kritik - Ich kann allen Bewertern dieser DVD-Collection nur recht geben. Einfach hervorragend!!!Nur bedauerlich, dass noch keinem aufgefallen zu sein scheint, dass das Konzert auf CD nicht der gesamte Audio-Mitschnitt der DVD ist. Wer diese DVD kauft sollte sich im klaren darüber sein, dass wesentliche Teile der DVD sich auf der CD nicht wiederfinden.Auch die Angabe auf der Hülle ist fehlerhaft! Es scheint hier tatsächlich niemandem aufgefallen zu sein, dass das Konzert aus 19 Tracks besteht, aber nur 18 auf dem Cover der DVD sind??!!Mittendrin kommen die Titel durcheinander, sodass die Titel auf der Hülle mit dem Konzerttracks nicht mehr übereinstimmen.Zudem scheint auch manchmal der hintere Lautsprecheranteil lauter abgemischt als die vorderen Lautsprecher.
Unrealistisches Konzerterlebnis - Wer einmal Jarre Live erlebt hat kann sich dies kaum vorstellen. Aber es ist als Klang- und Bilderlebnis auf dieser DVD gemeint! Man ist begeistert, angetan, atemlos wie schon beim Intro die Lichtnebel vor den gestochen scharfen Dachgiebeln der verbotenen Stadt abzeichnet. Man erkennt schon bei der Ouverture zu Beginn jede einzelne Saite der Streicher, kurzum läßt die Bildqualität schon während der ersten Minuten die Freude auf das gesamte Konzert mit den Jarre-typischen Effekten aufkommen.Das zweite Stück Aero ist eines der wenigen (drei) neuen Stücke Jarre`s auf dem Album AERO. Es besticht nach alter Art trotz gesampelten Pianos nicht zu kitschig zu werden. Allerdings ist es auch auf dem Album leider viel zu kurz geraten! Es folgt als drittes Stück mit einem neu gemixten, zudem sehr gelungenem, Oxygen 2 in einer Kombination mit alten chinesischen Streichinstrumenten. Der Beginn erstaunt, da Herr Jarre mit einer Art elektronischen Klarinette hinter seiner Sythesiser-Burg hervorkommt und ganz Popstar den Kontakt zum Publikum sucht. Dies geschieht immer wieder während des gesamten Konzertes! Ungewöhnlich, klasse!Mit Geometrie of love ist hier ein wundervolles Stück, welches nichtmal auf AERO zu hören ist.Die Lichtshow steigert sich, zu Voyage a Pekin pulsiert die gesamte verbotene Stadt. Chor, Solisten, und nicht zuletzt zwei Orchester schaffen durch den Bildschirm eine unglaubliche Athmosphäre. Grandiose Show, was allerdings nichts besonderen bei Jarre sein sollte.Die eigentliche Sensation ist die Dokumentation auf der zweiten DVD. Hier werden die Wiedrigkeiten bei der Organisation des Konzertes verdeutlicht. Nicht nur der Aufwand ist extrem. So mußten alle Proben geräuschlos über Kopfhörer hinter Sichtblenden durchgeführt werden! Es wird auch klargemacht, wie politisch Jarre und das gesamte Ereignis eigentlich ist. Chinesische Gastmusiker sind fast alle Desidenten, die allerdings nur auftreten dürfen wenn diese nicht singen oder Texte rezidieren! Es sind nur Instrumentalisten zugelassen, und so können nicht alle wie gewünscht auftreten. Es ist aber Jarre trotzdem gelungen, daß in riesigen Lettern die drei französischen Grundsätze Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit projektziert werden können. Und dies das erste Mal in der heiligsten, sensibelsten Stätte Pekings, wenn nicht Chinas!Dies bekommt noch mehr Bedeutung, wenn man bedenkt, daß das Konzert nicht nur live vom chinesischen Fersehen ausgestrahlt wurde. Es wurde auch in ganz Peking live auf riesigen Leinwänden übertragen. Es bedarf fast keine Erwähnung, daß die Zuschauerzahl beu geschäten 2,5 Millionen lag.Unterm Strich: Man reibt sich ungläubig die Augen wegen der mehr als perfekten Bildqualität. In Kombination mit den teilweise neuen, teilweise hervorragend neu arrangierten Stücken wirkt es fast unwirklich.Und die Dokumentation zeigt, nicht nur mit welchen Hindernissen eine solche gigantische Produktion zu kämpfen hat. Sondern auch daß man keine Stimme haben muß um als Musiker politisch zu sein.
Zu statisch - Ich schließe mich in Punkto Sound und Technik den vorigen Beurteilungen an. Ein Höchstmaß an technisch Machbarem.Doch leider fehlt mir für eine Concertaufzeichnung die Atmosphäre, die Spontanität, die Leidenschaft und Begeisterung für die Musik.Zu statisch, Zu konstruiert sind Bild und Ton. Einer Studio-CD gleich kommt diese DVD mit bewußten Einspielungen der Umgebungsgeräusche (Publikum). Mir fehlt Überraschendes und die spürbar ergreifenden Live-Gefühle.Als jahrzehntealter Fan JMJ s zieht mich die Musik auch während der DVD in ihren Bann, erzeugt aber keinerlei Sehnsüchte nach einem Live-Erlebnis wie ich es vor langer Zeit bei Houston-Lyon/CD***** erleben durfte.